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Von der Faser bis zum fertigen Gewebe

Produktionsablauf am Beispiel von SCHÜMER SECAN®-Baumwolle

In den modern ausgestatteten Produktionsstufen Weberei, Färberei und Veredlung wird das ganze Spektrum hochwertiger Schutz- und Berufsbekleidungsgewebe, sowie Gewebe für Freizeitbekleidung aus Naturfasern und deren Mischungen mit Synthetiks gefertigt.

Rohstoff Baumwolle

Weltweit tragen die Menschen in ihrer Kleidung mehr Baumwolle als alle anderen Fasertypen zusammen. Baumwollkleidung wird sowohl im Winter als auch im Sommer, im Berufs- und Privatleben gegenüber andersartiger Kleidung bevorzugt. Dies liegt an dem überragenden Tragekomfort, der für die Baumwollfaser typisch ist. Baumwolle ist atmungsaktiv und bietet ein angenehmes Mikroklima. Diese Vorteile verbindet die schwerentflammbare Baumwolle Schümer SECAN® mit optimaler Schutzwirkung.
Der Rohstoff Baumwolle wird heute vorwiegend in den Ländern USA, China, Kasachstan, Usbekistan, Indien, Pakistan, Ägypten und Brasilien angebaut. Die Baumwollfaser wird nach der Ernte im Spinnprozess (Reinigen, Mischen, Parallel-Legen der Fasern, Fadenbildung und Aufspulen) zu einem Garn verarbeitet.

 


Vorbereiten

Im Vorwerk (Webereivorbereitung) wird das Garn für den anschließenden Webprozess vorbereitet. Den Schwerpunkt bildet die Kettherstellung (siehe Weben). Man unterscheidet zwei Verfahren: das Schären und das Zetteln. Beim Schären werden ca. 5.000 Fäden parallelisiert und auf eine Schärtrommel aufgewickelt. Im Anschluss entsteht daraus die Webkette. Beim Zetteln werden ca. 600 Fäden parallelisiert und auf einen Zettelbaum aufgewickelt. Mehrere Zettelbäume (i.d.R. 10 Stück) durchlaufen im Anschluss zusammen die Schlichtmaschine. Während des Schlichtens werden die Fäden in eine Substanz (Schlichte) getränkt, die die Fäden für den Webprozess glättet und deren Scheuerfestigkeit erhöht. Am Ende der Schlichtmaschine werden die Fäden der Zettelbäume zu einer Webkette zusammengefasst.

 

Weben

Das Weben ist eine der ältesten Verfahren zur Herstellung textiler Flächen. Mindestens zwei Fadensysteme, die Kette und der Schuss werden rechtwinklig verkeuzt, wobei die in der Webmaschine vorgespannten Kettfäden den Träger bilden, in den sukzessiv die Schussfäden von einer Webkante zur anderen durch die gesamte Webbreite eingetragen werden. An dieser Technik hat sich in der über 400 jährigen Geschichte der Webmaschine nichts geändert. Sehrwohl verändert hat sich die Arbeitsgeschwindigkeit. Wurden vor 100 Jahren bei einer Produktionsbreite von 2 Metern ca. 100 Schuss pro Minute in die Webkette eingetragen, so liegt dieser Wert heute bei bis zu 1.200 Schuss pro Minute.

 

 

Färben

Beim Färben wird das textile Material durch Aufbringen von Farbmitteln in Färbeprozessen koloriert ("gefärbt"). Das Färben kann in der textilen Verarbeitungskette fast überall geschehen: als Faser, als Garn oder als Gewebe. Bei der Gewebefärbung unterscheidet man zwischen zwei Verfahren: Beim diskontinuierlichen Färben (Ausziehverfahren) wird das Gewebe durch ein Färbebad - im Wasser gelöste oder dispergierte Farbstoffe - geführt. Beim kontinuierlichen Färben (Foulardieren) erfolgt eine gleichmäßige Benetzung des Gewebes mit Farbstoff über die gesamte Warenbreite durch Abquetschen zwischen Hartgummiwalzen.

 

 

Veredeln

Veredlung (Ausrüstung) bezeichnet den Sammelbegriff für Maßnahmen an Geweben, Garnen und Fasern. Sie schließt sich häufig an den eigentlichen Erstellungsprozess des Rohgewebes an. Die Veredlung optimiert die Materialeigenschaften und den Gebrauchswert des Textiles im Sinne des gewünschten Einsatzzweckes, wie beispielsweise Aussehen, Trage- und Pflegeverhalten, Strapazierfähigkeit und Schwerentflammbarkeit.
Man unterscheidet zwischen chemischen, mechanischen und thermischen Verfahren. Je nach Anforderungsprofil liegen zwischen Roh- und Fertiggewebe bis zu 20 Veredlungsschritte (inkl. Färben). Das Herstellungsverfahren Schümer SECAN® ist die wirkungsvollste Ausrüstung, die heute für flammhemmende Gewebe verfügbar ist.


 

Kontrollieren

Um eine gleichbleibende Qualität textiler Produkte gewährleisten zu können, müssen ständig Warenprüfungen durchgeführt werden. Die wichtigste Form der Prüfung ist die Fertigwarenkontrolle, die im Anschluss an die Veredlung erfolgt. Je nach Produkt und Kundenanforderung werden die erforderlichen Tests nach vorgegebenen Standards im firmeneigenen Labor bzw. externen Prüfinstituten durchgeführt. Weitere Kontrollen zu Beginn und während des Erstellungsprozesses helfen bei der frühzeitigen Erkennung von Produktfehlern. Sie erhöhen die Produktqualität und senken die Kosten für Fehlerbehebung und Ausschuss.

 

 

Prüfen

Gewebe mit besonderem Anforderungsprofil müssen spezielle Prüfungen durchlaufen. Schümer SECAN®-Baumwollgewebe bieten ein nach dem aktuellen Stand der Technik maximales Schutzniveau für Arbeitnehmer an feuer- und hitzegefährdeten Arbeitsplätzen.
Neben den vom Gesetzgeber geforderten europäischen EN-Normen muss Schümer SECAN® ebenfalls die früher geltenden DIN-Normen und den eigens für diesen Zweck entwickelten, schärferen Schümer SECAN®-Standard erfüllen. Die engmaschige Kontrolle erfolgt alle 120m der Produktion in einem externen Prüfinstitut.

 

 

Einsetzen

Hitze und Feuer stellen für den Menschen eine besondere Gefahr dar. Arbeitnehmer unterschiedlichster Berufe werden täglich diesen Gefahren ausgesetzt. Dies erfordert eine wirkungsvolle persönliche Schutzausrüstung. Viele Endanwender - u.a. in der Metall-, Mineralöl- und Elektroindustrie - suchen nach dem optimalen Mix aus Schutzniveau, Tragekomfort, Haltbarkeit, Pflegeeigenschaften und Preis. Sie vertrauen dabei auf Schutzbekleidung aus der Schümer SECAN®-Produktfamilie - teilweise seit Jahrzehnten. Sie schützt vor extremer Hitze, vor Flammen und falls erforderlich vor Störlichtbögen und in explosionsgefährdeten Atmosphären.